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Sonntag, 6. März 2011

U-Bahnzug beworfen

Ein U-Bahnzug wurde heute früh in Kreuzberg beworfen. Zeugen, die gegen 4 Uhr 30 auf dem Bahnhof Kottbusser Tor einen Mann dabei beobachtet hatten, wie er gegen den einfahrenden Zug der Linie U8 in Richtung Wittenau einen Gegenstand gegen die Frontscheibe geworfen hatte, alarmierten die Polizei. Durch den Wurf wurde die Scheibe der Fahrerkabine völlig zerstört. Der Fahrer erlitt bei dem Vorfall einen Schock und kam durch angeforderte Rettungskräfte in ein Krankenhaus.
Bei dem 26-jährigen Tatverdächtigen, der von Zeugen wiedererkannt worden war, wurden die Personalien festgestellt, sodass er anschließend wieder gehen durfte.
Gegen ihn wird jetzt, unter anderem wegen des Verdachtes eine gefährliche Körperverletzung begangen zu haben, ermittelt.

Freitag, 4. März 2011

Büstenklau im Böcklerpark

Aus dem Böcklerpark in Kreuzberg haben mutmaßliche Metalldiebe die Bronzebüste des Politikers und Gewerkschaftsfunktionärs Hans Böckler entwendet. Das Denkmal war am Eingang der Uferpromenade an der Prinzenstraße auf einer Stele befestigt. Die Polizei teilte am Donnerstag mit, dass ein Passant am Mittwoch das Fehlen der vom Künstler Karl Trumpf geschaffenen Büste bemerkt hat. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hilfe und fragt, ob jemand zwischen Dienstag, 1. März, und Mittwoch, 2. März etwas beobachtet hat. Die Polizei fragt auch, ob die Büste inzwischen zum Kauf, Tausch oder als Pfand angeboten worden ist.

Kreuzkölln unter den Top 10

Wer eine Wohnung in Berlin mieten oder sogar kaufen will, zahlt von Jahr zu Jahr mehr. Hauseigentümer verlangten im Jahr 2010 durchschnittlich 6,11 Euro nettokalt pro Quadratmeter und Monat, 4,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Der stärkste Druck auf den Mieten besteht in Mitte (plus 13,7 Prozent) und Charlottenburg-Wilmersdorf (plus 10,7 Prozent). Fast gleichauf folgen die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow (plus 8,5 Prozent).
Gleich drei Quartiere im angesagten Fusionsgebiet „Kreuzkölln“ – Maybachufer, Richardplatz und Weigandufer – sind sogar in den Top 10 mit den berlinweit am stärksten steigenden Mieten.
tagesspiegel

Tourismus und Belästigung

Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) setzt auf wachsenden Tourismus. Dies sei „unverzichtbar“, da die Stadt vom Tourismus mit Milliardeneinnahmen und rund 230 000 Arbeitsplätzen profitiere. Deshalb müsse die Politik konsequent klarstellen, dass alle Gäste willkommen seien. Berechtigte Kritik an Lärmbelästigungen wie an der Admiralbrücke dürfe nicht in tourismusfeindliche Rhetorik münden.
tagesspiegel

Donnerstag, 3. März 2011

Kiezkicker

Am 15.01. ist das Nachtsportangebot im Quartier Wassertorplatz gestartet. Den ersten Termin haben mehr als ca. 30 Jugendliche wahrgenommen. Jeden Samstag in der Zeit von 18.00 bis 21.00 Uhr haben Jugendliche vom Wassertorplatz, die Möglichkeit in der Turnhalle der Reinhardswald Grundschule, in der Gneisenaustr. 73-74 Fußball zu spielen. Im Projektteam ist unter anderem ein A-Lizenztrainer und ein Physiotherapeut dabei.

Jugendliche, die sich anmelden oder mehr Informationen erhalten wollen, können sich beim Projektleiter Murat Akkas unter: kiezkicker@mgh-wassertor.de, dem Verein Wassertor 48 e.V. oder im Quartiersbüro melden.

Das Projekt wird vom Verein Wassertor48 e.V. durchgeführt und im Rahmen von Soziale Stadt gefördert.

Mittwoch, 2. März 2011

Opa geworden

Einige Leser haben gefragt, wo ich in der letzten Woche gewesen bin, weil einige Tage nichts veröffentlicht wurde. Das verhält sich so: Ich bin Opa geworden und war Enkelingucken. Es ist die Reise wert gewesen, wie man hier sehen kann:




Dienstag, 1. März 2011

Kreuzberger wollen ihre Ruhe

Die Kreuzberger Grünen haben einen neuen Feind entdeckt: den "Touri". Tatsächlich sind die Begleiterscheinungen des boomenden Berlintourismus etwas anders als vom Senat gerne dargestellt.

Unter dem Titel „Hilfe die Touris kommen“, hatten die Grünen erst rund 200 Kreuzberger zu einer Diskussionsveranstaltung ins Nachbarschaftshaus Centrum Kreuzberg gelockt und dann mit politischen Kampfbegriffen wie „Touristifizierung“, „gleichgeschalteten Cocktailbars“ und „Kampf gegen Rollkoffer“ auf Kurs gebracht.
Es hatte etwas vom vielbeschworenen „Wutbürgertum“, wie der Wrangelkiez am Montagabend zusammenrückte, um seinen Zorn auf Touristen, Hostels und laute Partys im Viertel zu artikulieren. Die Kreuzberger fühlen sich von den Touristen überrannt. „Wie im Zoo“, komme man sich vor. „Die Menschen, die diesen Kiez zu dem gemacht haben, was er ist, werden bald nicht mehr hier sein.“, befürchten andere. Und endlich sagt es jemand: „Wir wollen sie nicht hier haben. Berliner sind unfreundlich. Es wird Zeit, dass wir das den Touristen auch kommunizieren!“
Florian Schärdel, Grünes Mitglied des Stadtplanungsausschusses in Friedrichshain-Kreuzberg, versucht die Debatte etwas zu kanalisieren. „Ich bin nicht gegen Touristen“, stellt er fest. Man müsse aber den Bau neuer Billighostels weiter beschränken und eine Steuer auf Betten einführen, die dann der Kiezkultur zu Gute komme. Außerdem müsse die sogenannte „Zweckentfremdungsverbotsverordnug“ auf Landesebene wieder eingeführt werden. Dadurch könne verhindert werden, dass Wohnungen schwarz an Touristen vermietet würden.
Der Stellvertretende Bürgermeister und Wirtschaftsstadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Peter Beckers (SPD), wies bereits vorab darauf hin, der Tourismus bringe Berlin 1,85 Milliarden Euro Steuern jährlich und könne so Teil der Lösung sein. Erst am Montag habe man einen Fonds zur Bekämpfung der Folgeschäden wie Lärm und Müll beschlossen, der dadurch finanziert werden könne. Doch nach eigenem Bekunden wollen die Kreuzberger weder das Geld, noch die Arbeitsplätze: Sie wollen ihre Ruhe.

Tagesspiegel



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