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Sonntag, 19. Juni 2011

Rudernde Tofuesser

Eine Gruppe von fünf Ladendieben flüchtete heute Morgen über die Spree von Kreuzberg nach Friedrichshain und konnte in einer Strandbar gestellt werden.

Kurz vor neun Uhr hatte der Detektiv eines Supermarktes in der Köpenicker Straße eine größere Gruppe bemerkt, die lautstark versuchte das Verkaufspersonal abzulenken, sich in zwei Grüppchen aufteilten und schließlich mit gestohlenen Lebensmitteln aus dem Geschäft flüchteten. Sie begaben sich sofort zum Spreeufer, bestiegen ein wartendes Ruderboot und entfernten sich in Richtung des gegenüberliegenden Ufers.
Mehreren Polizeibeamten der Abschnitte 51 und 53 gelang es schließlich mit Unterstützung der Wasserschutzpolizei, fünf Tatverdächtige im Alter von 21 bis 25 Jahren auf dem Gelände einer Strandbar an der Mühlenstraße zu stellen. Dabei beleidigte ein festgenommener 25-Jähriger einen Polizeikommissar und eine Polizeiobermeisterin und leistete hartnäckigen Widerstand. Hierbei verletzte er die beiden an der Schulter und an den Händen.

Das benutzte Boot hatten die Männer zuvor von einer Wasserbaustelle entwendet. Im Bootskörper fanden die Polizisten das Diebesgut: Tofubratlinge, Kekse und Fruchtsaft. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ein.

Kreuzberg und seine Touristen

"Berlin liebt dich nicht“ – mit diesem dümmlichen Spruch wollen einige Kreuzberger viele Touristen fernhalten. Menschen, die solche Aufkleber an die Scheiben und Wände des Szene-Kiezes kleben, halten das für originell, die Grünen unterstützen diese absurde Idee.

Ziehen andere Szenekieze nach, können die wenigen Touristen, die dann noch kommen werden, ja früh ins Bett gehen. Berlin bekommt einen neuen Werbespruch: „Be spießig, be Berlin“, die Stadt klappt die Bürgersteige hoch, damit die sensiblen Kiezbewohner nicht gestört werden. Das wiederum passt prima zu einer Kurstadt. Und die Hotelangestellten werden zu Gärtnern umgeschult. Das kann niemand ernsthaft haben wollen!
Tagesspiegel

Samstag, 18. Juni 2011

Radfahrer verunglückt

Ein 31-jähriger Radfahrer ist gestern Abend bei einem Verkehrsunfall in Kreuzberg schwer verletzt worden. Der Radler war gegen 18 Uhr 20 auf dem Gehweg der Reicherberger Straße in Richtung Landwehrkanal unterwegs, wechselte ungebremst auf die Fahrbahn der Reichenberger Straße Ecke Lausitzer Straße und fuhr gegen einen fahrenden Pkw. Der 29-jährige „Skoda“-Fahrer befuhr die Lausitzer Straße in Richtung Paul-Lincke-Ufer. Bei dem Sturz zog sich der Radler eine Schulterfraktur sowie Verletzungen an der Wirbelsäule zu. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Verletzten zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Schlägerei am Südstern

Ein 52-jähriger Mann, der im Vorraum des U-Bahnhofes Südstern in Kreuzberg Gitarre spielte, beobachtete gestern Mittag eine fünf- bis sechsköpfige Gruppe Heranwachsender, von denen einer ein Küchenmesser in der Hand hielt.

Aus bislang ungeklärter Ursache geriet gegen 13 Uhr 20 der 52-Jährige mit diesen Personen in Streit. Nachdem er zunächst angespuckt worden war, schlugen und traten die Unbekannten auf ihn ein. Dies beobachtete ein 38-jähriger Fahrgast, der daraufhin die Schläger aufforderte aufzuhören. Von der Aufforderung unbeeindruckt schlugen die Täter nun auch auf diesen Mann ein. Als der 38-Jährige zu Boden stürzte, traten sie auf ihn ein und flüchteten anschließend aus dem U-Bahnhof in Richtung Bergmannstraße. Hier beobachtete ein 53-jähriger Mann, wie vier junge Männer in einen „Mercedes“ einstiegen und sich mit dem Fahrzeug entfernte. Als alarmierte Beamte des Polizeiabschnitts 52 kurz darauf das Fahrzeug in der Baerwaldt- Ecke Gneisenaustraße anhielten, befand sich lediglich der Fahrer, ein 20-jähriger Mann, im Auto. Auf den Vorfall im Vorraum des U-Bahnhofes Südstern angesprochen, verweigerte er die Aussage.

Beide Opfer erlitten Prellungen und leichte Kopfverletzungen, die ambulant behandelt wurden. Der Polizeiabschnitt 52 führt die Ermittlungen.

Freitag, 17. Juni 2011

Ticky Tacky Nachbarschaft










Für etwas Pink oder Blau oder Grün müsste man fast schon dankbar sein.

Zeugen gesucht

Mit der Veröffentlichung von Tatortbildern sucht die Berliner Polizei Zeugen zu einem Überfall auf eine Spielhalle in Kreuzberg am Nikolaustag 2009.
In den Morgenstunden des 6. Dezember 2009 hatten zwei Gäste der Spielhalle „California“ am Kottbusser Damm bereits über einen längeren Zeitraum sich an den Automaten aufgehalten und einen erheblichen Geldbetrag verspielt.
Einer der beiden wollte seinen verprassten Spieleinsatz zurück haben und bedrohte daraufhin die damals 38-jährige Angestellte. Der Täter verlangte Geld aus der Kasse, welches ihm die Frau gab. Anschließend flüchteten beide Unbekannte.
berlin.de/polizei

Donnerstag, 16. Juni 2011

Afrika in der Werkstatt der Kulturen

Im Rahmen der "48 Stunden Neukölln" tritt in der Werkstatt der Kulturen in der Wissmannstraße im Rahmen der "Reunion der Kulturen für Frieden in der Welt" Dunya Ben kady am 18.6.11 mit afrikanischer Folklore, orientalischem Hip Hop, Jazz und Latin Sound auf.

Ben Kady, das sind 15 Musiker aus 13 Ländern, die gemeinsam ein neues musikalisches Repertoire kreieren, das seine Inspiration sowohl in traditionellen Klängen als auch in modernen Motiven findet. Ben Kady kombinieren traditionelle Instrumente wie Djembe, Trommel, Kora und Balafon mit Kontrabass, Saxophon und Schlagzeug. Dazu erklingen brasilianischer Bossa Nova, persischer HipHop, traditioneller Maghreb Raï und senegalesische Gesänge.

Im Rahmen der selben Veranstaltung wird von 19.00 Uhr bis 19.45 Uhr eine Benefiz- und Informationsveranstaltung zu Gunsten des Kinder- und Jugend-Musicals Simba-der König der Löwen" durchgeführt. Solisten und ein kleiner Chor des Musicals werden, unterstützt von der Gruppe Lanaya aus Westafrika, zu hören sein.

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