Mittwoch, 1. August 2012
Randale in der Urbanstraße
Zu einem Routineeinsatz mussten Polizeibeamte gestern in Kreuzberg Verstärkung anfordern, weil eine wachsende Ansammlung von Schaulustigen sich immer aggressiver in die Maßnahmen einmischte.
Drei Polizisten, die zur Bekämpfung von Straftaten in öffentlichen Verkehrsmitteln eingesetzt waren, wurden gegen 18 Uhr von Zeugen auf einen Fall von häuslicher Gewalt in einer Wohnung in der Urbanstraße aufmerksam gemacht. Zwei 23 und 32 Jahre alte Brüder waren handgreiflich aneinander geraten. Noch ehe die Beamten ihr Erscheinen an der Wohnungstür erklären konnten, waren sie selbst das Ziel von Faustattacken. Ein Beamter setzte Pfefferspray ein. Dann nahmen die Polizisten die prügelnden Männer fest.
Durch den Lärm wurden rund 20 Personen angelockt, die versuchten, in den Hausflur vorzudringen und die polizeilichen Maßnahmen zu verhindern. Einige forderten die Beamten auf, die Festgenommenen freizulassen. Nur mit Mühe gelang es den Polizisten, die Haustür von innen zu verriegeln. Während die Haustür von draußen mit Schlägen und Tritten bearbeitet wurde, forderten die Polizisten Verstärkung an.
Als die Unterstützungskräfte eintrafen, war die Gruppe auf rund 50 angewachsen. Die Polizisten drängten die Menge weg. Nach dem Eintreffen weiterer Kräfte beruhigte sich die Lage.
Die Polizei schrieb drei Anzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, eine wegen Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt und eine wegen Landfriedensbruchs.
Dienstag, 24. Juli 2012
Überfall auf Rentnerin
Auf eine hochbetagte Dame hatten es gestern Nachmittag zwei Räuber in Kreuzberg abgesehen. Nachdem die gebrechliche Frau gegen 14 Uhr 40 ihre Wohnungstür in der Dieffenbachstraße aufgeschlossen hatte, schubsten sie die Unbekannten in den Flur und stießen sie zu Boden. Die Täter rissen ihr Schmuck vom Hals, vom Arm und von den Fingern. Anschließend durchsuchten die beiden Männer einige Schränke im Wohnzimmer und flüchteten mit ihrer Beute sowie dem Gehstock und dem Hausnotrufgerät der 85-Jährigen. Die Überfallene erlitt diverse Schürfwunden sowie Verletzungen an den Fingern, bei denen es sich eventuell um Kapselrisse handeln könnte. Der benachrichtigte Sohn brachte sie zur stationären Behandlung in eine Klinik.
Freitag, 20. Juli 2012
Kinderwagen angezündet
Eine 34-Jährige bemerkte heute früh Rauch in einem Hausflur in der Reichenberger Straße in Kreuzberg und alarmierte Polizei und Feuerwehr. Gegen 3 Uhr 30 brannte dort der Kinderwagen einer 31-jährigen Anwohnerin. Der Kinderwagen brannte völlig nieder. Die Einsatzkräfte löschten die Glutreste mit Wasser. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen.
Donnerstag, 19. Juli 2012
Cannabisplantage entdekct
Mit einem auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin beantragten Beschluss durchsuchten Beamte der Polizeidirektion 5 gestern Mittag eine Wohnung in der Kreuzberger Urbanstraße. In der Wohnung beschlagnahmten die Fahnder, die von Beamten einer Einsatzhundertschaft sowie Drogenspürhunden, unterstützt wurden, gegen 11 Uhr knapp 100 Cannabispflanzen verschiedener Wachstumsstadien, 30 Setzlinge, sechs Säcke mit bereits abgeernteten Blüten und diverse Utensilien zur Aufzucht der Pflanzen. Die Züchter im Alter von 29 und 30 Jahren hatten die Wohnung nach bisherigen Erkenntnissen extra zum Betreiben der Plantage angemietet. Die Tatverdächtigen wurden festgenommen, ihre eigentlichen Wohnungen durchsucht und die von ihnen benutzten Autos beschlagnahmt.
Dienstag, 17. Juli 2012
Autobrand in der Prinzenstraße
Einsatzkräfte der Feuerwehr entdeckten kurz vor 4 Uhr ein brennendes Auto in der Prinzenstraße und löschten es. Der 17 Jahre alte „Ford“, der ersten Ermittlungen zu Folge schon seit längerer Zeit dort abgestellt war, wurde durch das Feuer stark beschädigt. Der Brand war auf dem Beifahrersitz ausgebrochen. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamts hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Samstag, 14. Juli 2012
Raub in der Urbanstraße
Glücklicherweise unverletzt blieb gestern Abend die 20-jährige Angestellte eines Automatencasinos in Kreuzberg. Gegen 20 Uhr 30 betraten zwei maskierte Täter die Spielstätte in der Urbanstraße, bedrohten die junge Frau mit einem Messer und entwendeten Bargeld aus der Kasse. Anschließend flüchteten die Räuber.
Dienstag, 10. Juli 2012
Kita-Zusatzkosten
50,- Euro für einen Platz auf der Warteliste einer Kita, 100,- Euro für die Zulassung zum Informationsgespräch, 250,- Euro Aufnahmegebühr in der ersehnten Kita und dann die Kündigung nach nicht bestandener Probezeit. Yoga für Kleinkinder, Vermittlung einer gesunden Lebensweise nach dem Kneipp-Konzept, Frühenglisch – alles kostet. Das sind nur wenige Beispiele für Leistungen, die in Kitas extra angeboten werden. Die Berliner Eltern sind in Not. Die Nachfrage nach Kitaplätzen ist größer als das Angebot und dies lassen sich einige Kitas durchaus was kosten.
Doch was davon ist erlaubt? Das Jugendamt Friedrichshain-Kreuzberg ergreift nun die Initiative und unterstützt Eltern zielgerichteter, wenn es um die Frage geht, für welche Zusatzleistungen sie neben der amtlich festgelegten Kostenbeteiligung extra bezahlen müssen und für welche nicht.
Monika Herrmann, Bezirksstadträtin für Familie, Gesundheit, Kultur und Bildung in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg: „Da die Modalitäten für Zusatzkosten in der Kita in Berlin nicht eindeutig geregelt sind, wissen viele Eltern nicht, was die Kitas tatsächlich an Extrakosten erheben dürfen. Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Informations- und Beratungsservice im Jugendamt Friedrichshain-Kreuzberg zu installieren.“
Ab August 2012 geben wir unter der Telefonnummer (030)90298-3582 Auskunft über zusätzliche Kita-Gebühren. Gleichzeitig liegen Flyer mit Hinweisen zum Vertragsabschluss in Friedrichshain-Kreuzberg in der Gutscheinstelle aus.
Auch in der Elterngeldstelle und in allen Familienzentren bzw. unter dem Link
ba-jugfamschul
können diese hilfreichen Informationen bezogen werden.
Grundsätzlich gilt:
In Friedrichshain-Kreuzberg werden derzeit alle Kindertagesstätten über das Gutscheinverfahren und damit weitestgehend durch das Land Berlin finanziert. Zuzahlungen, die über die Kostenbeteiligung der Eltern hinausgehen, sind somit nur in wenigen Ausnahmefällen erlaubt. Lediglich für die Eltern-Initiativ-Kindertagesstätten gelten abweichende Regelungen. Aufnahmegebühren, Kautionen oder Probezeiten sind per Kindertagesförderungsgesetz (KitaFöG §23 Abs. 3) ausgeschlossen. Auch Sachkostenbeteiligungen, Freihaltegelder etc. sollten demnach keinen Platz in den Vereinbarungen mit den Eltern haben. Zusätzliche Leistungen wie z. B. Tanz-, Fremdsprachen- oder Sportangebote sollten Kitas nur anbieten, wenn Eltern dies wünschen. Das wird in der Regel in den Elternbeteiligungsgremien beraten und abgestimmt.
Eltern darf der Kita-Platz nicht verweigert werden, wenn diese eine zusätzliche Leistung nicht zahlen wollen oder können. Es darf ihnen auch später nicht deswegen gekündigt werden.
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