Jetzt reagieren auch endlich die Künstler! Thilo Sarrazin, Fußnotenprophet und Lipizzanerfreund, muss wieder „raus aus den Köpfen“ der Deutschen. Deswegen sollen die Käufer das Buch an Sammelstellen abgeben können, es wird danach recycelt und der Spuk ist vorbei. Vorbildlich! So geht Bücherverbrennung in einer umweltbewussten Gesellschaft, die weiß, dass ein offenes Feuer auf dem Bebelplatz Gift für das Klima wäre.
Provokationskunst, die wirklich mutig und leider sehr gefährlich ist, gibt es natürlich trotzdem. Zum Beispiel in Ägypten. Dort hat sich eine junge Frau nackt fotografiert und das Foto veröffentlicht. Damit protestierte sie gegen die Bigotterie und Unterdrückung der Frauen in ihrem Heimatland.
Wenn man sich diese beiden „Aktionen“ betrachtet, einerseits einen paranoiden Feigling in Deutschland, den zwar kein Mensch kennt, der aber dennoch meint, die „zurzeit meistgehasste Person“ zu sein und sich an ein Thema „traut“, bei dem er die Mehrheit der gesellschaftlichen Elite auf seiner Seite weiß und andererseits eine Studentin in Ägypten, die in einer gewalttätigen und frauenverachtenden Gesellschaft gegen sexuelle Unterdrückung kämpft, wird klar, dass die eine ihre Gesundheit und ihr Leben riskiert und der „Meistgehasste“ überhaupt nichts.
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