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Montag, 12. Juli 2010

Klasse Idee

Nach der Räumung des Neuköllner Columbiabades wegen gewalttätiger Zwischenfälle fordert die Junge Union (JU) jetzt Konsequenzen.

„Die wiederholte Gewalt in den Freibädern Neuköllns und Kreuzbergs ist ein Problem, das die Politik nicht länger ignorieren darf“, betont JU-Landeschef Conrad Clemens. Seine Forderung: „Direkt nach Gewaltvorfällen müssen die betroffenen Schwimmbäder eine Woche geschlossen bleiben. Denn nur durch eine direkte Reaktion kann es Lerneffekte geben: Es gibt keine Toleranz für Gewalt!“

Endlich mal eine gute Idee. Wenn demnächst Trunkenheitsfahrer auf Berlins Straßen gestellt werden, wird Berlin für eine Woche für den Autoverkehr gesperrt; Schulen, an denen es Schulschwänzer gibt, werden zeitweilig dichtgemacht und für den Vorschlag der JU wird deren Krabbelstube geschlossen. Wenigstens bis die Hitzewelle vorbei ist und die Gehirne wieder besser funktionieren.

Sonntag, 11. Juli 2010

Freies Bad den Tüchtigen

Henryk M. Broder kommentiert im Tagesspiegel die Massenschlägerei zwischen verfeindeten Clans im Columbiabad, anlässlich derer 7000 Badegäste das Freibad verlassen mussten:

Wie aber sollen sich die toleranten, gut erzogenen und umsichtigen Berliner verhalten? Sie sollten weiter deeskalieren und den Besuch von Freibädern meiden, damit „Familienclans mit Migrationshintergrund“ ihre Differenzen ungestört austragen können. Die Polizei wird das begrüßen. Um ganz sicher zu gehen und damit niemand sagen kann, er sei nicht gewarnt worden, wird sie am Eingang zu jedem Freibad ein Schild anbringen: „Betreten auf eigene Gefahr!“


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