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Montag, 11. Oktober 2010

Beende Dein Schweigen

Mädchen und junge Frauen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland begehen fast fünfmal so häufig einen Suizidversuch wie gleichaltrige Frauen, die aus einer deutschen Familie stammen. Um den Gründen genauer auf die Spur zu kommen und vor allem auch, um den oft verzweifelten Frauen aus türkischstämmigen Familien konkret Auswege aufzeigen zu können, läuft derzeit ein Forschungsprojekt…

In diesem Rahmen hat die Charité Berlin im Juni die Aufklärungskampagne “Beende Dein Schweigen, nicht Dein Leben” gestartet.
pharmacon

Freitag, 1. Oktober 2010

Beutegesellschaft

In den letzten Jahren bewirkten die PISA-Ergebnisse und die wachsende Konkurrenz um die begrenzten Ausbildungs- und Arbeitsplätze eine verstärkte Segregation der Schülerschaft. Bildungsorientierte Eltern, mit und ohne Migrationshintergrund, bemühten sich intensiv, ihre Kinder an Schulen anzumelden, die einen guten Platz auf der inoffiziellen Rankingliste innehatten. An den weniger begehrten restlichen Schulen der Sek I verblieben immer mehr Schüler aus armen, bildungsfernen Familien, vor allem von Familien mit Migrationshintergrund.
Diese nichtdeutschen Jugendlichen wohnen in sozialen Brennpunkten, sind oft dem Prekariat zugehörig und leben isoliert. Sie entstammen häufig äußerst konservativen Familien. Auffällig ist dabei ein oft problematisches Deutschenbild. Vielfach werden Deutsche verachtet und Deutschland nur als Beutegesellschaft betrachtet, eine Integration abgelehnt. Als positiv emotional besetzte Heimat hingegen wird oft Kreuzberg angesehen. Die Jugendlichen sind stolz in Kreuzberg zu leben. Der Stadtteil wird zu einem mystifizierten Getto, dem sie sich zugehörig fühlen. Umgekehrt scheinen sich die deutschen SchülerInnen nun stärker zu einer Art Notgemeinschaft zusammenzuschließen, sich durch die Fremddefinition zusammengehörig zu fühlen, stärker zu einer Gruppe zu werden.
gewberlin

Hierzu auch:

An einigen Berliner Brennpunktschulen wächst die Sorge über eine Diskriminierung deutschstämmiger Schüler durch Mitschüler mit Migrationshintergrund. Deutsche Schüler empfänden sich als „abgelehnte, provozierte, diskriminierte Minderheit“, beschreibt ein Kreuzberger Lehrer seine Erfahrungen. Andere Pädagogen sehen eher einen „politischen Extremismus“ am Werk, der nicht nur Deutsche, sondern alle Nichtmuslime treffe. Das Thema wird derart kontrovers diskutiert, dass die Bildungsgewerkschaft GEW für Sonnabend zu einer – bereits ausgebuchten – Veranstaltung über den „Streit um die so genannte Deutschenfeindlichkeit“ eingeladen hat.
tagesspiegel

Sonntag, 11. Juli 2010

Freies Bad den Tüchtigen

Henryk M. Broder kommentiert im Tagesspiegel die Massenschlägerei zwischen verfeindeten Clans im Columbiabad, anlässlich derer 7000 Badegäste das Freibad verlassen mussten:

Wie aber sollen sich die toleranten, gut erzogenen und umsichtigen Berliner verhalten? Sie sollten weiter deeskalieren und den Besuch von Freibädern meiden, damit „Familienclans mit Migrationshintergrund“ ihre Differenzen ungestört austragen können. Die Polizei wird das begrüßen. Um ganz sicher zu gehen und damit niemand sagen kann, er sei nicht gewarnt worden, wird sie am Eingang zu jedem Freibad ein Schild anbringen: „Betreten auf eigene Gefahr!“


Donnerstag, 13. Mai 2010

Schlägerei auf Kreuzberger U-Bahnhof

Zu einer Schlägerei auf einem U-Bahnhof kam es gestern Mittag in Kreuzberg. Gegen 12 Uhr 15 gerieten Personen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund in Streit. Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war die Beleidigung einer 37-jährigen Schwarzafrikanerin, die von einer bislang unbekannten südländischen Person bespuckt und von hinten an den Haaren gezogen worden war. Die Frau hielt daraufhin eine hinter ihr stehende 13-jährige Jugendliche fest, da sie annahm, dass diese sie attackiert hätte. Das Mädchen wehrte sich und biss der 37-Jährigen in die Hand. Zeitgleich schlug ihr 14-jähriger Bruder der Frau mehrmals gegen den Kopf. Da zahlreiche Passanten und Schüler einer benachbarten Schule die Auseinandersetzung verfolgten, kam es kurzfristig zu tumultartigen Szenen auf dem U-Bahnhof, die erst durch Polizisten beruhigt wurden. Die Frau kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Die an den Auseinandersetzungen beteiligten Kinder und Jugendlichen wurden einem verantwortlichen Pädagogen übergeben.

Bloggerei

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