Montag, 31. Januar 2011
Zwei Personen bei Raub verletzt
Ein Maskierter überfiel gestern früh ein Zeitungsgeschäft in Kreuzberg. Der Mann betrat gegen 9 Uhr 50 den Laden in der Blücherstraße, bedrohte die Mitarbeiterinnen im Alter von 58 und 67 Jahren mit einer Schreckschusswaffe und forderte Bargeld. Plötzlich löste sich ein Schuss in Richtung eines Regals, wodurch jedoch niemand verletzt wurde. Im weiteren Verlauf schlug der Räuber der 58-Jährigen mit der Waffe auf den Hinterkopf und verursachte eine stark blutende Kopfplatzwunde. Die 67-Jährige Mitarbeiterin erlitt einen Schock und eine Reizung der Atemwege. Ihr gelang es zwischenzeitlich, aus dem Geschäft zu flüchten und die Polizei zu alarmieren. Die Verletzten wurden in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Der Täter flüchtete unerkannt.
Sonntag, 30. Januar 2011
Demo der Ägypter
Gestern demonstrierten rund 600 Ägypter auf einer Kundgebung vor der Gedächtniskirche gegen das Regime Mubaraks und für die Unterstützung der Aufständischen in Ägypten.
Auch bei der heutigen Kundgebung ab 13.00 uhr auf dem Potsdamer Platz

und der anschließenden Demonstration zur Ägyptischen Botschaft

blieben die Ägypter weitestgehend unter sich. Klar, die Linke hat Probleme mit ihrem Wohnumfeld (siehe unten) und die Bürgerlichen haben Angst vor Lärm, sie konnten daher nicht kommen. Grußbotschaften deutscher Politiker oder sonstiger Promis gab es auch keine, man wartet halt noch ab, wie die Sache ausgeht. Wie auch immer sie ausgeht, der Demonstrationsaufruf hat mit folgendem auf jeden Fall recht:
"Wir verbeugen uns vor diesen mutigen Menschen in Ägypten, die nichts mehr zu verlieren haben. sie sind weder politisch noch ideologisch indoktriniert. Sondern sie gehen für ein menschenwürdiges Leben, für Freiheit, Brot, Demokratie und Menschenrechte auf die Straße."
Auch bei der heutigen Kundgebung ab 13.00 uhr auf dem Potsdamer Platz
und der anschließenden Demonstration zur Ägyptischen Botschaft
blieben die Ägypter weitestgehend unter sich. Klar, die Linke hat Probleme mit ihrem Wohnumfeld (siehe unten) und die Bürgerlichen haben Angst vor Lärm, sie konnten daher nicht kommen. Grußbotschaften deutscher Politiker oder sonstiger Promis gab es auch keine, man wartet halt noch ab, wie die Sache ausgeht. Wie auch immer sie ausgeht, der Demonstrationsaufruf hat mit folgendem auf jeden Fall recht:
"Wir verbeugen uns vor diesen mutigen Menschen in Ägypten, die nichts mehr zu verlieren haben. sie sind weder politisch noch ideologisch indoktriniert. Sondern sie gehen für ein menschenwürdiges Leben, für Freiheit, Brot, Demokratie und Menschenrechte auf die Straße."
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Für schöner wohnen
Bei einer Demonstration in Friedrichshain für den Erhalt des Wohnprojektes Liebigstraße 14 kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Autonome warfen mit Pflastersteinen. Zahlreiche Polizisten wurden verletzt.
Begonnen hatte die Demonstration gegen 15.30 Uhr am Kottbusser Tor in Kreuzberg mit etwa 1000 Teilnehmern zunächst friedlich. Auf Transparenten hieß es „Liebigstraße 14 verteidigen - Wir bleiben alle“ oder „Steigende Mieten stoppen“. Die ersten Flaschen und Böller flogen dann vor dem Sitz des Liegenschaftsfonds am U-Bahnhof Warschauer Straße.
Augenzeugen berichteten zudem, dass am Haus in der Liebigstraße 14 zahlreiche Fensterscheiben von Nachbargebäuden eingeworfen wurden. Es soll demnach zu Auseinandersetzungen zwischen linken Demonstranten und den Einsatzkräften der Polizei gekommen sein. Die Polizei sprach von mehr als 1000 Demonstranten. Rund 650 Polizisten waren im Einsatz.
Das zu DDR-Zeiten heruntergekommene Haus war 1990 besetzt worden, 1992 hatten die Bewohner Mietverträge mit der Wohnungsbaugesellschaft des Bezirks geschlossen. Vor zwölf Jahren kauften zwei Privatleute dieses Haus und weitere an dieser Ecke. Wegen eigenmächtiger Mietminderungen und der von den ersten Besetzern eingebauten Tür im Treppenhaus kündigten die Eigentümer die Verträge.
Begonnen hatte die Demonstration gegen 15.30 Uhr am Kottbusser Tor in Kreuzberg mit etwa 1000 Teilnehmern zunächst friedlich. Auf Transparenten hieß es „Liebigstraße 14 verteidigen - Wir bleiben alle“ oder „Steigende Mieten stoppen“. Die ersten Flaschen und Böller flogen dann vor dem Sitz des Liegenschaftsfonds am U-Bahnhof Warschauer Straße.
Augenzeugen berichteten zudem, dass am Haus in der Liebigstraße 14 zahlreiche Fensterscheiben von Nachbargebäuden eingeworfen wurden. Es soll demnach zu Auseinandersetzungen zwischen linken Demonstranten und den Einsatzkräften der Polizei gekommen sein. Die Polizei sprach von mehr als 1000 Demonstranten. Rund 650 Polizisten waren im Einsatz.
Das zu DDR-Zeiten heruntergekommene Haus war 1990 besetzt worden, 1992 hatten die Bewohner Mietverträge mit der Wohnungsbaugesellschaft des Bezirks geschlossen. Vor zwölf Jahren kauften zwei Privatleute dieses Haus und weitere an dieser Ecke. Wegen eigenmächtiger Mietminderungen und der von den ersten Besetzern eingebauten Tür im Treppenhaus kündigten die Eigentümer die Verträge.
Samstag, 29. Januar 2011
Schöne Erholung auch
"Die Stadt wird insgesamt nicht mehr so preiswert sein wie bisher“, sagte der Regierungschef der rot-roten Koalition bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller und der Industrie- und Handelskammer. Steigende Mieten seien aus wirtschaftspolitischer Sicht allerdings ein Zeichen der wirtschaftlichen Erholung. Höhere Mieten müssten allerdings mit wachsenden Einkommen korrespondieren, fügte der SPD-Politiker hinzu.
bz-berlin
Dass steigende Mieten ein Zeichen für wirtschaftliche Erholung sind, darauf muss einer auch erst mal kommen.
bz-berlin
Dass steigende Mieten ein Zeichen für wirtschaftliche Erholung sind, darauf muss einer auch erst mal kommen.
Lange Nacht der Museen
Die heutige lange Nacht der Museen bietet Bildungshungrigen viele Möglichkeiten. Eine davon findet im Computerspiele Museum statt:
In der weltweit einzigartigen Dauerausstellung zur Kulturgeschichte der Games zeigt das Computerspiele-Museum an seinem neu eröffneten Standort Höhepunkte aus der inzwischen
rund 50-jährigen Entwicklung dieses interaktiven Mediums.
Computerspiele haben unsere Kommunikation so nachhaltig beeinflusst wie seinerzeit der Buchdruck oder der Film. Die Ausstellung führt in die Spiel- und Lernkultur des 21. Jahrhunderts ein. Mediale Inszenierungen und interaktive Exponate laden dazu ein, die historische und künftige Entwicklung der Computerspiele zu erkunden. Die Besucher können sich selbst auf die Reise zum spielenden Menschen des 21. Jahrhunderts, dem »Homo Ludens Digitalis«, begeben. Anhand von vielen, oft raren Originalexponaten wird die Verschmelzung von Technologie, Kreativität
und Spiel im historischen Kontext nachvollziehbar.
Weitere Informationen zur Langen Nacht der Museen unter: Lange Nacht der Museen
In der weltweit einzigartigen Dauerausstellung zur Kulturgeschichte der Games zeigt das Computerspiele-Museum an seinem neu eröffneten Standort Höhepunkte aus der inzwischen
rund 50-jährigen Entwicklung dieses interaktiven Mediums.
Computerspiele haben unsere Kommunikation so nachhaltig beeinflusst wie seinerzeit der Buchdruck oder der Film. Die Ausstellung führt in die Spiel- und Lernkultur des 21. Jahrhunderts ein. Mediale Inszenierungen und interaktive Exponate laden dazu ein, die historische und künftige Entwicklung der Computerspiele zu erkunden. Die Besucher können sich selbst auf die Reise zum spielenden Menschen des 21. Jahrhunderts, dem »Homo Ludens Digitalis«, begeben. Anhand von vielen, oft raren Originalexponaten wird die Verschmelzung von Technologie, Kreativität
und Spiel im historischen Kontext nachvollziehbar.
Weitere Informationen zur Langen Nacht der Museen unter: Lange Nacht der Museen
Freitag, 28. Januar 2011
Rettung durch Notoperation
Eine 36 Jahre alte Fußgängerin ist am Donnerstagabend in Berlin-Kreuzberg von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Eine Notoperation rettete ihr das Leben, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Ein 28 Jahre alter Autofahrer hatte die Frau beim Abbiegen von der Zossener Straße in die Blücherstraße übersehen und sie mit seinem Fahrzeug erfasst.
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Wowi will auch Millionär werden
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nachdem der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin mit seinem Buch zur Integrationspolitik eine bundesweiten Debatte ausgelöst hat, will nun auch sein einstiger Vorgesetzter, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), ein Buch zur Debatte über Einwanderung und Integration veröffentlichen. Wie der “Tagesspiegel” (Freitagausgabe) berichtet, trägt Wowereits Buch den Titel “Mut zur Integration: Für ein neues Miteinander” und soll im Mai erscheinen. Es soll 120 Seiten haben und im SPD-nahen Berliner Verlag “Vorwärts Buch” erscheinen. Nach Angaben seines Verlegers wird Wowereit in dem Buch argumentieren, warum es sich lohne, “für eine integrative, sozial gerechte Gesellschaft in Deutschland zu kämpfen”. Der Regierende wolle herausarbeiten, dass es “mit Hilfe einer klaren politischen Prioritätensetzung auf Bildung, Qualifizierung und Arbeit möglich ist, mehr Menschen eine Perspektive zu geben und den Grundstein für sozialen Aufstieg zu legen, egal bei welcher Herkunft”. Die Inhaltsangabe legt nahe, dass Wowereit in dem Buch eine deutliche Gegenposition zu den umstrittenen Thesen Thilo Sarrazins aus dessen Bestseller “Deutschland schafft sich ab” beziehen wird. Bereits im September hatte der Regierende Bürgermeister seinen ehemaligen Finanzsenator aufgefordert, die SPD zu verlassen, da dieser nicht den Grundkonsens der Partei teile. Außerdem werfe Sarrazin nur Fragen auf, ohne Antworten zu präsentieren. Letzteres will Wowereit nun selbst übernehmen. Doch auch wenn das Buch nicht als expliziter “Anti-Sarrazin” verstanden werden soll, werde sich der Regierende deutlich von einer öffentlichen Diskussion distanzieren, die Ausländer und Deutsche mit Migrationshintergrund ausgrenzt, heißt es aus seinem Umfeld. Es soll eine persönlich eingefärbte Streitschrift sein, angereichert mit anschaulichen Beispielen, wie Integration trotz aller Probleme funktionieren kann, berichtet die Zeitung. Laut Verlag setze Wowereit dabei “auf Motivation statt auf Sanktion, auf Anreize, auf Angebote, auf Aktivierung statt Alimentierung”. Das Buch “Mut zur Integration” soll nicht die einzige Veröffentlichung Wowereits zu diesem Thema sein. Bereits im März bringt er im Bonner Dietz-Verlag ein weiteres Buch heraus, diesmal nicht als Autor, sondern als Herausgeber. In “Ich wär` gern einer von uns: Geschichten übers Ein- und Aufsteigen” porträtieren Autoren wie Tanja Dückers den Alltag von Menschen, die in Deutschland leben, aber eine andere Herkunft haben. Zu den Beschriebenen gehören etwa zwei jugendliche Rapper libanesischer Herkunft und ein türkischer Kioskbetreiber. Das Buch soll rechtzeitig zur Leipziger Buchmesse fertig sein.
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