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Donnerstag, 8. Juli 2010

Sarrazin verteidigt sich

Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin hält seine umstrittenen Äußerungen wie etwa zur Integration von Zuwanderern und „Hartz-IV“-Empfängern für gerechtfertigt. In der Politik sei der Einsatz einer „angemessenen Streitmacht ganz wichtig“, sagte der ehemalige Berliner Finanzsenator in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview des „Zeit-Magazins“.

In seiner umstrittenen Äußerung über „Kopftuchmädchen“ liege eine „negative Emotionalität“, die er auch empfinde, räumte Sarrazin ein und erläuterte dann: „Meine mitteleuropäische Herkunft prägt mein Schönheits- und Werteideal.“ Deshalb finde er keinen Gefallen an einer gesellschaftlich-religiösen Norm wie dem Verhüllen der Frauen. Sarrazin fügte hinzu: „Und ebenso wenig erfreut bin ich über Menschen, die gesund und arbeitsfähig sind, aber vom Staat leben, insbesondere dann, wenn deren wahres Motiv für Kinderreichtum in staatlichen Transferleistungen zu suchen ist.“

Sarrazin räumte ein, dass er selbst immer „die verbale Artillerie aufgestellt“ habe. „Die muss auch kräftig ballern, aber ich habe immer nur dort geballert, wo ich wusste, dass ich ohne Weiteres nicht zu kriegen bin. Ich mache auch keine verbalen Breitseiten, sondern habe eine präzise Wortwahl, die die Dinge auf den Punkt bringt“, sagte Sarrazin dem Blatt.

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